Österreich - Die ganze Geschichte. Staffel 3
Österreich - Die ganze Geschichte. Staffel 3
Österreich – Die ganze Geschichte – Staffel 3
TV-DOKUMENTATIONSSERIE Österreich
PRODUKTION Pammer Film
REGIE Wolfgang Winkler, Florian Moses Bayer, Johann Scholz, Carolin Pienkos
FERTIGSTELLUNG 2025
DREHBUCH Wolfgang Winkler, Carolin Pienkos
PRODUZENT/INNEN Doris Liebhart
Dreh und Angelpunkt der österreichischen Geschichte in den, im Rahmen der dritten Staffel bearbeiteten Jahren 1914 bis 1955, ist naturgemäß die Hauptstadt Wien. Die Reichs und Residenzstadt Wien als Zentrum der verlöschenden Habsburgermonarchie, Wien und das Parlament bei der Gründung der Republik, das rote Wien der 20er Jahre, Wien als Zentrum der austrofaschistischen Kanzlerdiktatur, Wien als Zentrale Kampfplatz des Bürgerkriegs, Wien/Heldenplatz als Symbolik des Anschlusses an das dritte Reich, Wien im Krieg, Das viergeteilte Wien in der Besatzungszeit.
49 Min. Drehbuch: Carolin Pienkos / R: Florian M. Bayer
Stella Kadmon in ihrer Garderobe.
Bild: ORF/Pammer Film
Mit der Gründung der Republik erhalten endlich auch die Frauen das lange erkämpfte Wahlrecht. Die am 16. Februar 1919 gewählte konstituierende Nationalversammlung ist das erste von Frauen und Männern in freier und gleicher Wahl berufene Parlament. Acht Frauen ziehen 1919 in den Nationalrat ein – sieben Sozialdemokratinnen und eine Christlichsoziale. Nach Kriegsende häufig ohne soziale Absicherung und ihren Ehemännern rechtlich Untertan, empfinden viele Frauen ihre Lage als aussichtslos. Über die neu gewonnene politische Mitsprache, sollen nun auch ihre Probleme verstärkt Gehör finden. Doch nicht nur in der Politik entstehen damals neue Handlungsspielräume. Die goldenen Zwanziger schwappen nach Österreich über und schlagen sich in den Theateraufführungen, Tänzen und Varietés der Zeit nieder.Josephine Bakers Tourneen erregen die Gemüter und die Sexualität der Frau und Sexualaufklärung generell rücken in den Mittelpunkt des Interesses. Doch das Zeitfenster für weibliche Selbstbestimmung sollte sich bald wieder schließen. Die Folge vier der ORF-III – Historiendokureihe „Österreich – die ganze Geschichte“ folgt der aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Gewerkschafterin Anna Boschek, die sich 1919 als Nationalratsabgeordnete erst die parlamentarischen Gepflogenheiten aneignen muss und der jungen Schauspielerin und Theaterleiterin Stella Kadmon, die ein für ihre Zeit ungewöhnlich selbstbestimmtes Leben führt, bis sie Österreich aufgrund geänderter politischer Vorzeichen verlässt. (Text: ORF)
Original-TV-PremiereSa. 03.05.2025ORF III
Folge 5: Die große Depression
47:02 Min. Drehbuch & Regie: Carolin Pienkos
Die fünfte Folge der Erfolgsserie "Österreich - die ganze Geschichte" zeigt, wie unmittelbar wirtschaftlicher Misserfolg und politische Destabilisierung zusammenhängen und folgt den Schicksalen zweier sehr unterschiedlicher Protagonisten der damaligen Zeit. Ludwig von Mises, Kronprinz der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und einer der einflussreichsten Ökonomen des 20.Jahrhunderts ist überzeugt, dass staatliche Investitionen oder Sozialleistungen die Entfaltung der Marktkräfte blockieren. Das Gegenteil glaubt die junge und idealistische Sozialdemokratin und Soziologin Marie Jahoda. Sie empfindet die Auswüchse des Kapitalismus als obszön und widmet sich mit der berühmten Studie "Die Arbeitslosen von Marienthal" den Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die betroffenen Menschen. Am Ende müssen sowohl von Mises, als auch Marie Jahoda vor den Nationalsozialisten aus Österreich fliehen. Bildquelle: ORF/Pammer Film/
Die fünfte Folge der Erfolgsserie "Österreich - die ganze Geschichte" zeigt, wie unmittelbar wirtschaftlicher Misserfolg und politische Destabilisierung zusammenhängen und folgt den Schicksalen zweier sehr unterschiedlicher Protagonisten der damaligen Zeit. Ludwig von Mises, Kronprinz der Österreichischen Schule der Nationalökonomie und einer der einflussreichsten Ökonomen des 20.Jahrhunderts ist überzeugt, dass staatliche Investitionen oder Sozialleistungen die Entfaltung der Marktkräfte blockieren. Das Gegenteil glaubt die junge und idealistische Sozialdemokratin und Soziologin Marie Jahoda. Sie empfindet die Auswüchse des Kapitalismus als obszön und widmet sich mit der berühmten Studie "Die Arbeitslosen von Marienthal" den Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf die betroffenen Menschen. Am Ende müssen sowohl von Mises, als auch Marie Jahoda vor den Nationalsozialisten aus Österreich fliehen. Bildquelle: ORF/Pammer Film/
Folge 6: Die Uhren werden zurückgedreht
46:23 Min. Drehbuch: Carolin Pienkos / Regie: Florian M. Bayer
Am 4.März 1933 nutzt der christlich-soziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß eine Geschäftsordnungskrise des Nationalrats, um über Notstandsgesetze die Demokratie in Österreich abzuschaffen und eine Diktatur zu errichten. Bald regiert nur mehr die Vaterländische Front als Einheitspartei, die politische Opposition wird verboten. Es erfolgt der Schulterschluss mit der Kirche, liberale und soziale Errungenschaften werden rückabgewickelt und die gesellschaftspolitischen Uhren zurückgedreht. Besonders schmerzlich ist der Verlust der geradeerst errungenen Freiräume für die Frauen, die das Regime zurück an den Herd zu drängen versucht. Folge sechs der Dokuserie beleuchtet die Jahre der Kanzlerdiktatur anhand eines Opfers und eines Nutznießers der damaligen Entwicklungen. Der ehrgeizige Theologe Johannes Hollnsteiner wird damals sehr jung Universitätsprofessor und bald zu einem Freund, Beichtvater und schlussendlich zum "Chefideologen" des Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg. Die junge Schriftstellerin Hilde Spiel erlebt die Zeit als bedrückend. Sie hat die sexuelle Befreiung der 1920er Jahre miterlebt und führt ein ungezwungenes Studentinnenleben, als die politische Situation in Österreich kippt. 1936 verlässt sie Österreich und geht ins Exil nach Großbritannien. Bildquelle: ORF/Pammer Film/
Am 4.März 1933 nutzt der christlich-soziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß eine Geschäftsordnungskrise des Nationalrats, um über Notstandsgesetze die Demokratie in Österreich abzuschaffen und eine Diktatur zu errichten. Bald regiert nur mehr die Vaterländische Front als Einheitspartei, die politische Opposition wird verboten. Es erfolgt der Schulterschluss mit der Kirche, liberale und soziale Errungenschaften werden rückabgewickelt und die gesellschaftspolitischen Uhren zurückgedreht. Besonders schmerzlich ist der Verlust der geradeerst errungenen Freiräume für die Frauen, die das Regime zurück an den Herd zu drängen versucht. Folge sechs der Dokuserie beleuchtet die Jahre der Kanzlerdiktatur anhand eines Opfers und eines Nutznießers der damaligen Entwicklungen. Der ehrgeizige Theologe Johannes Hollnsteiner wird damals sehr jung Universitätsprofessor und bald zu einem Freund, Beichtvater und schlussendlich zum "Chefideologen" des Bundeskanzlers Kurt Schuschnigg. Die junge Schriftstellerin Hilde Spiel erlebt die Zeit als bedrückend. Sie hat die sexuelle Befreiung der 1920er Jahre miterlebt und führt ein ungezwungenes Studentinnenleben, als die politische Situation in Österreich kippt. 1936 verlässt sie Österreich und geht ins Exil nach Großbritannien. Bildquelle: ORF/Pammer Film/
Folge 7: Die Manipulation der Massen
49:10 Min. Drehbuch & Regie: Carolin Pienkos
Folge 7 beschreibt die Funktionsweise und die Werkzeuge der perfekt geschmierten Propagandamaschinerie des nationalsozialistischen Terrorregimes. Gustav Ucicky, einer der führenden Regisseure der NS-Zeit, verantwortet damals zentrale Werke der NS-Spielfilmpropaganda. In seinem Film „Heimkehr“, übernimmt der österreichische Schauspielstar Paula Wessely die Hauptrolle. Die Aufgabe der Fotografen Albert Hilscher und Heinrich Hoffmann ist es, das Regime in den Augen der Menschen fotographisch in das rechte Licht zu rücken.
Folge 7 beschreibt die Funktionsweise und die Werkzeuge der perfekt geschmierten Propagandamaschinerie des nationalsozialistischen Terrorregimes. Gustav Ucicky, einer der führenden Regisseure der NS-Zeit, verantwortet damals zentrale Werke der NS-Spielfilmpropaganda. In seinem Film „Heimkehr“, übernimmt der österreichische Schauspielstar Paula Wessely die Hauptrolle. Die Aufgabe der Fotografen Albert Hilscher und Heinrich Hoffmann ist es, das Regime in den Augen der Menschen fotographisch in das rechte Licht zu rücken.
Folge 9: Die geraubte Kindheit
44:42 Min. Drehbuch: Carolin Pienkos / Regie: Florian M. Bayer
Am 8.Mai 1945, vor 80 Jahren geht der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Auch Teile Österreichs liegen in Schutt und Asche. Bereits Ende April 1945 wird die Zweite Republik ausgerufen, das Land steht nach den Jahren der Diktatur und des Krieges vor einem Neubeginn. In den Trümmern des nur zögerlich anlaufenden Wiederaufbaus wächst eine Generation heran, der man die Kindheit geraubt hatte. Ihre ersten Lebensjahre verbringt sie im Bombenhagel, in Luftschutzbunkern, oder Kinderheimen. Viele sind Kriegswaise, von ihren Familien getrennt, oder in den letzten Kriegswochen noch als Kindersoldaten missbraucht worden. Der damals 17-jährige Günter Doubek aus Wien, ist zum Kriegsende Teil einer Volkssturm-Kompagnie in Tirol. Nur mit Glück stirbt er nicht als Kanonenfutter für das in seinen letzten Zügen liegende NS-Regime. In den chaotischen Nachkriegsmonaten schlägt er sich nach Wien durch. Anfang September 1945 kann auch die 14-jährige Gertrude Kirchner wieder nach Hause, nachdem sie im Jahr davor im Zuge der Kinderlandverschickung in ein Heim in Fusch an der Glocknerstraße gebracht worden war. Wieder in Wien angekommen, beginnt sie in einer Schule, in der es weder Fenster noch Türen gibt. Die Folge "Die Geraubte Kindheit", widmet sich jener Generation von Österreichinnen und Österreichern, die die Zeit des Chaos und des Wiederaufbaus in jungen Jahren miterlebt haben, die Zeit der Zerstörung, des Hungers und des Wiederaufbaus. Ihre Erlebnisse und Traumata haben sie geprägt und wirken bis heute fort. Bildquelle: ORF/Pammer Film